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    <title>Herz ist trumpf</title>
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    <description></description>
    <dc:publisher>rietpitsch</dc:publisher>
    <dc:creator>rietpitsch</dc:creator>
    <dc:date>2004-05-22T19:07:22Z</dc:date>
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    <title>Herz ist trumpf</title>
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  <item rdf:about="http://liebling.twoday.net/stories/221684/">
    <title>Das Treffen - Die &quot;Wiese&quot;</title> 
    <link>http://liebling.twoday.net/stories/221684/</link>
    <description>&lt;br&gt;&lt;i&gt;Eine Wiese. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; Wie sch&amp;ouml;n es hier ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch:&lt;/b&gt; Ich komme jeden Donnerstag hierher. Seit vierhundertdrei&amp;szlig;ig Jahren. Zum ersten Mal nicht allein. Sehen Sie dort? Das ist  Wenzel. In seinem Schatten l&amp;auml;sst sich schlafen, wie sonst nirgendwo auf der Welt - tief in ihr und fern von ihr. Bei der Welteichenwahl gewann Wenzel bereits drei Mal. Das ist sonst keiner Eiche jemals gelungen. Ach! Und das ist Hans. Hans ist der einzige Hase mit Esperanto-Kenntnissen hierzulande. Sehr begnadet und gefragt, seitdem die Gr&amp;auml;ser auf dem Gr&amp;auml;serkongress 98&apos; entschieden haben, zwecks Verst&amp;auml;ndigung innerhalb dieser bunten Gemeinschaft nur noch Esperanto zu sprechen. Nur die Wiener-Gr&amp;auml;ser waren &amp;uuml;brigens dagegen, weil sie unbedingt meinten, das Wienersche w&amp;uuml;rde ihnen gewaltige Vorteile bei der Fortpflanzung verschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;W&amp;auml;hrend Rietpitsch spricht, schiebt Malaeika ihre H&amp;auml;nde unter die Tr&amp;auml;ger ihres Rucksacks. Das entlastet die Schultern. Mehrmals atmet sie so schnell wie vor einem gro&amp;szlig;en Satz. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; Verzeih, ich verstehe das nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Hans:&lt;/b&gt; Kiel vi vartas?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch&lt;/b&gt;: K&amp;ouml;nnen Sie denn auch bauchrednern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Malaeika zeigt, was sie kann: Sich aus dem Stand auf den Boden zu setzen, ohne Zuhilfenahme der H&amp;auml;nde.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch:&lt;/b&gt; Sie sind weniger gespr&amp;auml;chig, als ich dachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; Du. Ich kann nicht bauchreden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch:&lt;/b&gt; Was k&amp;ouml;nnen Sie?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt;  Das &amp;uuml;bliche.  Und ich kann Obstb&amp;auml;ume veredeln und richtig zuschneiden, ich kann Spaliere setzen und Bohnenstangen, ich kann Tomaten ziehen und Spargel stechen. Ich kann Klavierspielen. Ich kann Salsa tanzen und Mazurkas und Tarantellas. Ich kann zwei Kartons Rotwein aus ihrem Keller in die Wohnung ihrer Nachbarin tragen. Ich kann  Bilder gerade h&amp;auml;ngen. Ich kann  Kn&amp;ouml;pfe ann&amp;auml;hen, auch als Augen bei Teddyb&amp;auml;ren.  Ich kann mich gut mit mir selbst besch&amp;auml;ftigen. Ich kann das Fernsehproramm des Bezirksfernsehens auswendig aufsagen, sogar im Schlaf. Ich kann Schifahren und Weitspringen besser als Handballspielen. Ich kann mit einer Schrotflinte umgehen. Ich kann Sensen. Wollen wir? Was wollen wir?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch&lt;/b&gt;: Das mit den Sensen d&amp;uuml;rfen Sie  nichts zu scharf sehen. Ich komme hierher seit Jahren also, habe allerdings noch nie auch nur ein Grashalm geschnitten. Es ist die M&amp;ouml;glichkeit, es tun zu k&amp;ouml;nnen, jederzeit, die mich reizt. Also sitze ich hier und sehe w&amp;ouml;rtlich dem Gras beim Wachsen zu. Das hat etwas Meditatives. Darunter verstehe ich nichts Esoterisches, sondern den gelebten Konjunktiv. Jeden Tag etwas tun h&amp;auml;tten. Freitags, zum Beispiel, kaufe ich mir vier verschiedene Zeitungen. Niemals habe ich aber mehr gelesen, als das, was mir beim zuf&amp;auml;lligen Blick auf die Titelseite begegnet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Malaeika streckt den rechten Fu&amp;szlig; von sich, der linke bleibt angewinkelt. Ihr rechter Fu&amp;szlig; hat eine Art F&amp;uuml;hleraktion, doch das wissen sie und Rietpitsch gar nicht. Malaeika denkt nach. Nur um Sekunden zeitversetzt beginnt sie leise und unsicher zu sprechen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; Um den Konjunktiv zu leben, brauchst du dir die Zeitungen gar nicht erst zu kaufen. Es m&amp;uuml;sste schon die M&amp;ouml;glichkeit gen&amp;uuml;gen, dass es Zeitungen gibt, dass es die M&amp;uuml;ngensdorf zum Einkaufen gibt, dass du dorthin gehen kannst ...  Der Kuss damals, das war dann wohl der gelebte Imperativ ...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch:&lt;/b&gt; Dann h&amp;auml;tte ich aber von den Zeitungen nichts. Und von den gebuchten, aber nicht angetretenen Reisen. Von den ausgef&amp;uuml;llten, aber nicht abgegebenen Lotto-Scheinen. Von den geliebten, aber verwehrten Menschen. Von den reservierten, aber nicht abgeholten Konzertkarten. Es geht auch um Besitz. Hawaii-T&amp;auml;nze k&amp;ouml;nnen, ohne jemals au&amp;szlig;erhalb der Lehrstunden auch nur Ansatzweise die H&amp;uuml;fte zu schwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;In Gedanken f&amp;uuml;hrt Malaeika diese Aufz&amp;auml;hlung fort und stellt sich Rietpitsch vor, wie er B&amp;uuml;cher bestellt, die er nie lesen wird, wie er Salat pflanzt, den er nie ernten wird (riesige Gewitterwolkenturm-Salatk&amp;ouml;pfe!), wie sich in seiner Wohnung Saftpressen, Gem&amp;uuml;se-Schnitz-Werkzeug, Badmington-Schl&amp;auml;ger, Stricknadeln, Turbo-Bauchmuskel-Trainingsger&amp;auml;te und &amp;auml;hnliches unben&amp;uuml;tzt stapeln m&amp;uuml;ssen. Sie stellt sich vor, wie Rietpitsch in etwa drei Tonnen Erdbeeren zu Marmelade verkocht, die er nie probieren wird. Und weil sie dabei gedanklich so weit geht, dass der einkochende Rietpitsch mit Kopftuch und Sch&amp;uuml;rze in der K&amp;uuml;che Hula-T&amp;auml;nze vollf&amp;uuml;hrt, muss sie pl&amp;ouml;tzlich und sehr laut lachen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch:&lt;/b&gt; Ja, Sie lachen, &lt;i&gt;lacht Rietpitsch nicht&lt;/i&gt;, aber ich brauche das. Ich besitze die vollst&amp;auml;ndigen Lehrbuchsammlungen f&amp;uuml;r vier Sprachen zu Hause, kann aber weder Swahili, noch Koreanisch, Norwegisch ist ohnehin zu laut und von Kaschubisch kenne ich nicht einmal den Ort, an dem es gesprochen wird. Manchmal, das ganz im Vertrauen, verkoche ich Riesenmengen von Brombeeren zu Marmelade, ohne auch einen L&amp;ouml;ffel zu probieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Malaeika lacht, ihre Augen weiten sich w&amp;auml;hrend Rietpitsch spricht. Aus beinahe wolkenlosem Himmel kommt gleichzeitig ein ebenfalls immer gr&amp;ouml;&amp;szlig;er werdendes Kreisrund auf Malaeikas Kopf zu. Malaeika liegt ausgesteckt auf der Wiese, sie lacht nicht mehr, neben ihr ein Fu&amp;szlig;ball.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch:&lt;/b&gt;: Treffer!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Eine Menge Ger&amp;auml;usche auf dieser Wiese: Zirpende Grillen, grillende M&amp;auml;nner, Mannschaften an Ballspielern, Spielzeug werfende Kleinkinder, nach den Kindern suchende Frauen. Durch die Ferne donnert die Eisenbahn.  Allein. Kein Laut von Malaeika. Dann summende Fliegen, fliegende B&amp;auml;lle, leg&amp;eacute;re M&amp;auml;dchen zu Z&amp;ouml;pfen haargestrengt, strenge M&amp;uuml;tter gr&amp;auml;tschen die Kleinen nieder. Dem Himmel als Datei angeh&amp;auml;ngt, Flugzeughar&amp;ouml;hrrr. Lautes Schmatzen von Rietpitsch.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Selbst als die Jugendgruppe der &amp;ouml;rtlichen Blasmusik in guter US-amerikanischer Tradition oft sternf&amp;ouml;rmige Marschformationen zu &quot;I can&apos;t get no satifaction&quot; probt, ist bei Malaeika nicht die kleinste R&amp;uuml;hrung zu bemerken.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch&lt;/b&gt;: Hm.</description>
    <dc:creator>rietpitsch</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 rietpitsch</dc:rights>
    <dc:date>2004-05-18T15:32:27Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://liebling.twoday.net/stories/220139/">
    <title>Das Treffen - Fortsetzung</title> 
    <link>http://liebling.twoday.net/stories/220139/</link>
    <description>&lt;i&gt;&lt;b&gt;Seeeeenseeeeen aller Gr&amp;ouml;&amp;szlig;en und Kleinen!!!&lt;/b&gt;, prangt auf einem h&amp;ouml;lzernen Ladenschild unter dem sich Maleika postiert hat, au&amp;szlig;er Atem, H&amp;auml;nde auf Knien. Einige Augenblicke sp&amp;auml;ter erscheint Rietpitsch. Er l&amp;auml;uft gem&amp;auml;chlich auf das kleine Gesch&amp;auml;ft zu, die Linke in der Tasche, in der Rechten ein dampfendes Eis.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch:&lt;/b&gt; Tschechische Sensen haben die beste Qualit&amp;auml;t. Die Havliceks schmieden ihre immer noch unter einem wasserbetriebenen Breithammer aus. Keine Sense gleicht einer anderen und dennoch schwankt ihre G&amp;uuml;te kaum merklich. Wu&amp;szlig;ten Sie eigentlich, dass man donnerstags am besten senst? Den Grund daf&amp;uuml;r kenne ich nicht und mich mit der Erkl&amp;auml;rung von Herr Havlicek anzufreunden, f&amp;auml;llt mir schwer. Oder meinen Sie etwa, es liegt daran, dass Wiesenfeen donnerstags Kopfschmerzen haben - Mittwochs feiern sie ja bis in die Puppen - und sich deswegen nicht um die Gr&amp;auml;ser k&amp;uuml;mmern k&amp;ouml;nnen? Und achja, richtig, hier Ihr Eis. Ich hoffe sie m&amp;ouml;gen Kr&amp;auml;utertee-Eis? Jedenfalls sehen Sie so aus, als m&amp;uuml;ssten Sie etwas tun wegen dieser, dieser... Zappeligkeit. Hier, also.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; Dankesch&amp;ouml;n, zu meinem gro&amp;szlig;en Ungl&amp;uuml;ck bin ich jedoch auf Minze allergisch und ich wei&amp;szlig; von den Vagnieris, dass da auch un po di menta enthalten ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Sie h&amp;auml;lt Rietpitsch mit dem tropfenden Eis die Ladent&amp;uuml;r auf. Ein Gl&amp;ouml;ckchen ist zu h&amp;ouml;ren.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch&lt;/b&gt;: Danke. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Sie treten hinein. Nicht einmal eine Sekunde sp&amp;auml;ter ruft jemand aus einem dicken blauen Mantel hervor&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Havlicek:&lt;/b&gt; Sie! Siiieee! Machen sie, dass sie mit dem Speiseeis hier raus kommen! Leute mit Schuhen mit Rollen und Leute mit gr&amp;uuml;nem Eis will meine Frau hier nicht sehen!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Rietpitsch dr&amp;auml;ngt schon zur T&amp;uuml;r, doch Malaeika zieht ihn vor zu dem Mann, der aus der N&amp;auml;he betrachtet sehr freundlich scheint. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Havlicek:&lt;/b&gt; Na, Sie haben Schneid, sagt man, sie haben Mut, junge Frau, wir kennen uns schon! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; Guten Tag, Herr Havlicek, geht es Ihnen gut? Hat Ihre Frau nun die F&amp;uuml;hrerscheinpr&amp;uuml;fung bestanden? &lt;i&gt;Er nickt&lt;/i&gt; Wie sch&amp;ouml;n! Darf ich vorstellen: Herr Rietpitsch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Havlicek und Rietpitsch&lt;/b&gt; &lt;i&gt;gemeinsam&lt;/i&gt;: Wir kennen uns...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Havlicek&lt;/b&gt;: ...schon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch&lt;/b&gt;: ...bereits. Schlie&amp;szlig;lich komme ich...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Havlicek&lt;/b&gt;: Achim kommt seit...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch&lt;/b&gt;: ...ja, ja...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Havlicek&lt;/b&gt;: ...sicher seit...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch&lt;/b&gt;: ...sagen wir einmal dreizehn Jahren...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Havlicek und Rietpitsch&lt;/b&gt; &lt;i&gt;gemeinsam&lt;/i&gt;: ...Sensen kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Von den drei lacht Herr Havlicek am lautesten. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Havlicek:&lt;/b&gt; Was kann ich nun f&amp;uuml;r euch tun? &lt;i&gt;Er macht eine kurze Pause, in welcher sein L&amp;auml;cheln ein wenig nachdenklich, fast schelmisch wird.&lt;/i&gt; So verraten sie beide ... woher ... also ... wie kommt es denn, dass sie sich kennen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;W&amp;auml;hrend er spricht, holt Rietpitsch unter seinem Hemd einen kleinen schwarzen Stecken heraus und zielt damit von sich weg, schr&amp;auml;g nach oben. Mit der Linken deutet er Maleika stehen zu bleiben. Dann macht es &lt;/i&gt; Kkkatzzzick&lt;i&gt;, aus dem Stecken schie&amp;szlig;t Metall und Holz durch den Raum, um sich im n&amp;auml;chsten Augenblick zu einer Sense aufzufalten.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch&lt;/b&gt;: Ich wei&amp;szlig; nicht woher. Ich wei&amp;szlig; nur, dass ich sie nicht mehr los werde. Also habe ich mir gedacht, ich zeige ihr alles. Heute gehen wir nach oben, zur Wiese. Morgen vielleicht zu den Klinken, am Samstag ist ja das Fest. Achja, ich werde noch einmal eine von diesen nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Er reicht dem weiterhin lachenden Havlicek die Sense &amp;uuml;ber die Theke. Havlicek nimmt das Metall zwischen Daumen und Mittelfinger und f&amp;auml;hrt langsam die Kante entlang. Mit der rechten Hand fixiert er den Holzteil, mit der linken bringt er das Blatt zum Schwingen und macht dabei ein sehr zufriedenes Gesicht. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Havlicek:&lt;/b&gt; Ein sch&amp;ouml;nes St&amp;uuml;ck, immer noch. Jaja, gute Pflege. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Es klingelt. Rietpitsch und Havlicek sehen zur T&amp;uuml;r, durch die Malaeika das Gesch&amp;auml;ft verlassen hat. Rietpitsch folgt ihr einige Augenblicke sp&amp;auml;ter. Er hat zwei Sensen bei sich.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; Wohin nun? &lt;i&gt;Erleichterte Muskellockerungs&amp;uuml;bungen.&lt;/i&gt;  Hmmmh?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch:&lt;/b&gt; Wir haben Sensen. Es kann uns nichts mehr passieren. Wo m&amp;ouml;chten Sie denn hin? So lange es noch hell ist, sollten wir zur Wiese. Das kann also warten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Rietpitsch f&amp;auml;hrt seine Sense per Knopfdruck ein und reicht Malaeika die andere, die damit ganz gleich verf&amp;auml;hrt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; Lass uns doch gleich zur Wiese gehen. Ich m&amp;ouml;chte ja, ich sollte ... &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Sie steckt sich eine Haarstr&amp;auml;hne hinter die Ohren. Sie legt den Rucksack ab, &amp;ouml;ffnet ihn, zieht eine Flasche Fanta blue hervor. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; Hab ich dir mitgebracht! Kannst du mich nun endlich duzen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch:&lt;/b&gt; Ich trinke Mangosaft und Wasser. Das ist alles. Und dass ich Blau nicht ausstehen kann, d&amp;uuml;rfte  I h n e n  &lt;a href=&quot;http://liebling.twoday.net/?day=20040319&quot;&gt;bereits bekannt sein.&lt;/a&gt; Ungeachtet meiner tiefen Abneigung m&amp;ouml;chte ich  I h r  Angebot annehmen. Aus experimentellen Gr&amp;uuml;nden. Dazu sp&amp;auml;ter mehr. Kommen Sie. Die Wiese ist gleich in der N&amp;auml;he. M&amp;ouml;gen Sie &amp;uuml;berhaupt widerspenstiges Gr&amp;uuml;n? Woher kommen Sie eigentlich? Dieser Name...? Es sei denn, es ist ein K&amp;uuml;nstlername. Dann n&amp;auml;mlich m&amp;ouml;chte ich es nicht wissen. Blau und K&amp;uuml;nstler und Katzen, all das ist mir zuwider, faules Pack. Nun, schauen Sie nicht so! Kommen Sie, kommen Sie!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt;Ha! Das zeigen sie! Sie! Sie! Sie! mir mal: Faules Blau! Ha! Und sagen Siesiesie jetzt nicht &quot;die Wolken beweisen das doch zur Gen&amp;uuml;ge, meine Liebe&quot; und ko-oh-mmen Sie. Sie Sie Sie! &lt;a href=&quot;http://liebling.twoday.net/20040318/&quot;&gt;Erinnern sie sich!&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;W&amp;uuml;tend steckt sie die Flasche Fanta in den M&amp;uuml;lleimer, an dem kurz darauf eine empfindliche Studentin mit gro&amp;szlig;er Brille vorbeigeht und sich am Flaschenhals die rechte H&amp;uuml;fte blau st&amp;ouml;&amp;szlig;t. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch:&lt;/b&gt; Ich m&amp;ouml;chte Ihnen, ja ich m&amp;ouml;chte ihnen etwas zeigen, wirklich. Schauen Sie. Aber schauen Sie ganz genau, immer ganz genau. Wir lernen heute - unter anderem - Sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Rietpitsch holt die Flasche aus dem M&amp;uuml;lleimer und sch&amp;uuml;ttet ihren Inhalt auf die Stra&amp;szlig;e. Das Blau ergie&amp;szlig;t sich auf den Beton. Dort, wo es den Boden trifft, muss sich wohl das Licht in einem ungew&amp;ouml;hnlichen Winkel brechen, denn die Lache ert&amp;uuml;ncht sich als dunkles Rot. Die Flasche scheint sich dabei von innen wieder aufzuf&amp;uuml;llen, anstatt leer zu werden. Als Rietpitsch n&amp;auml;mlich den Schraubverschluss mit einem&lt;/i&gt; Voila &lt;i&gt;wieder zudreht, ist diese fast genauso voll wie vorher.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch:&lt;/b&gt; Nehmen Sie sie mit. Dunkles Rot ist im Unterschied zum Blau eher t&amp;uuml;chtig. Ja. Eine emsige Farbe. Mir nach!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Raschen Schrittes gehen Rietpitsch und Malaeika nebeneinander her. Wann immer eine Richtungs&amp;auml;nderung erfolgt oder sich die Stra&amp;szlig;e teilt, zeigt Rietpitsch dies wie beim Fahrradfahren fr&amp;uuml;h genug an. Es er&amp;uuml;brigt sich das Sprechen, es entsteht eine kleine Feierlichkeit. &lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>malaeika</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 malaeika</dc:rights>
    <dc:date>2004-05-16T19:46:07Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://liebling.twoday.net/stories/219448/">
    <title>Das Treffen</title> 
    <link>http://liebling.twoday.net/stories/219448/</link>
    <description>&lt;br&gt;
&lt;i&gt;Eine U-Bahn Station, mittags. Wartende Menschen &amp;uuml;berall. Sie lesen Zeitung, essen. Die meisten stehen einfach nur herum. Aus der Tiefe ist das dumpfe Schleifen eines herannahenden Zuges zu h&amp;ouml;ren.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Malaeika erscheint zuerst. Sie lehnt sich, mit ihrem Rucksack voran, an eine der breiten S&amp;auml;ulen, streckt das linke Bein durch, hebt das rechte dar&amp;uuml;ber, gibt nur die Fu&amp;szlig;spitze auf den Boden und dr&amp;uuml;ckt den Rist durch. Meterweit sind ihre gelben Schuhb&amp;auml;nder zu sehen. Sie f&amp;auml;chert sich mit den pinken Handschuhen Luft ins Gesicht, steckt sie dann doch gekonnt mit der rechten Hand nach hinten in den Rucksack. Erst jetzt sieht sie sich um. Sie formt den Mund, als w&amp;uuml;rde sie Zigarettenrauch ausblasen, sie &amp;uuml;berlegt, einen der vor&amp;uuml;bereilenden M&amp;auml;nner in Anzug durch eine kitzekleine Fu&amp;szlig;bewegung zum Stolpern zu bringen. Sie verschluckt sich am imagin&amp;auml;ren Rauch, als pl&amp;ouml;tzlich Rietpitsch vor ihr steht. Ist das noch stehen? Wenn sich jemand auf die H&amp;auml;nde st&amp;uuml;tzt und die Beine auf Augenh&amp;ouml;he pendeln, verkehrt herum?&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch:&lt;/b&gt; Guten Tag. Immer dann, wenn ich mir die Welt so geordnet habe, dass nichts mehr durcheinander geraten kann, alles an seinem Platz ist und die Pl&amp;auml;tze zu gewohnter Zeit jeder Beliebigkeit entrissen sind, bricht der Kopftumult aus und ich werde um mich geschleudert, selbst das einzige Drunter und Dr&amp;uuml;ber inmitten des feststehenden Lebensprogramms. Also laufe ich auf H&amp;auml;nden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Malaeika versucht mehrmals etwas zu sagen, scheitert aber am Verschluckungshusten. In einem H&amp;ouml;flichkeitsreflex (sie will dem Rietpitsch nicht auf die F&amp;uuml;&amp;szlig;e husten) dreht sie den Oberk&amp;ouml;rper zur S&amp;auml;ule hin, vergisst dabei, dass der Rucksack ihren K&amp;ouml;rperumfang betr&amp;auml;chtlich erh&amp;ouml;ht hat. Sie hustet, dreht sich, der Rucksack schwingt in der Fliehkraft und streift so schnell die Schuhe des Rietpitsch, dass dieser erst schwankt, dann aber doch nicht umkippt, sondern sanft auf beiden F&amp;uuml;&amp;szlig;en landet. Rietpitsch hockt da wie ein Frosch, Malaeika wendet sich ihm zu.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; Entschuldige! Hallo! Ich freu mich! Entschuldige! Geht&apos;s? Hast du dich verletzt? Wie sch&amp;ouml;n! Wie eigenartig! Entschuldige! Soll ich helfen!  Hab ich schon geholfen? Ist dein Lebensprogramm jetzt nicht offen? Entschuldige! Du! Ich bin so ungeschick! Ist alles in Ordnung? Ist jetzt wenigstens der Kopftumult vorbei? Deine Ohren sind rot! M&amp;ouml;chtest du nicht aufstehen? Komm, ich helfe dir auf!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch:&lt;/b&gt; Guten Tag. Ja... Ja. &lt;i&gt;R&amp;auml;uspert sich&lt;/i&gt; Es ist in bester Ordnung nun wieder das. Lassen Sie uns aber &amp;uuml;ber den Menschen gehen. Es ist beruhigend zu wissen, dass es unterirdische Ebenen gibt, wie diese hier. Ja. In denen sich Menschen bewegen. Dass die Treppen, schauen Sie, dort dr&amp;uuml;ben, lassen Sie uns gehen, ... dass die Treppen also uns Ger&amp;uuml;ste sind, &amp;uuml;ber die wir zugleich zum Boden und zum Dach gelangen, unter dem unsergleichen wuseln, hin und her fahren, das finde ich ein wenig faszinierend. Guten Tag, lassen Sie uns &amp;uuml;ber den Menschen gehen, haben Sie Schuhe f&amp;uuml;r H&amp;auml;nde mitgebracht?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; Ja, habe ich. Sie sind pink und im Rucksack, ganz oben, kannst du, k&amp;ouml;nnen Sie, kannst du mal eben...? &lt;i&gt;Sie t&amp;auml;nzelt sich schnell vor ihn hin, bleibt abrupt als Wand stehen&lt;/i&gt; Sie sind pink, man kann sie jedoch umdrehen, ganz einfach, dann sind sie oranger als Orangen. Wei&amp;szlig;t du, ob es Orangen ohne Kerne gibt? Entschuldige, ich spreche zu viel. Wof&amp;uuml;r brauch ich die Handschuhe? Und Treppen sind in der Tat faszinierend, ich kenne eine besonders lange in Lissabon, von der man glaubt, sie f&amp;uuml;hre runter in die Stadt, doch sie endet ein Plateau dar&amp;uuml;ber, sodass man weiter rauf muss. Dann kann man immer noch entscheiden, einen anderen Weg nach unten zu nehmen. Haben Sie die Handschuhe?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Rietpitsch richtet sich auf, steht nun hinter der jungen Frau, hinter dem Rucksack. Er schaut an sich herunter. Dreht die H&amp;auml;nde mit Fl&amp;auml;chen nach oben. Orangenfarbene Handschuhe. Die rechte Hand ballt er zur Faust, h&amp;uuml;stelt von oben in den Daumen hinein.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch: &lt;/b&gt;Das ist nicht... ich kann das nicht, wissen Sie...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Er greift nach vorne um Maleika und f&amp;auml;chert mit der orangenbehandschuhten Hand vor ihrem Gesicht, sagt:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch: &lt;/b&gt;Scheibenwischer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Malaeika schreckt kurz zur&amp;uuml;ck, gerade kurz genug, dass sich ein&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; uouiiiiee!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;sagen l&amp;auml;sst. Dann l&amp;auml;chelt sie &amp;uuml;bers ganze Gesicht, so lange (ziemlich lang!), bis sie - g&amp;auml;nzlich ohne besorgtem Gesichtsausdruck, immer noch strahlend - die rechte Hand des Rietpitsch im Handschuh ergreift, losrennt, ihn hinterherschleifend zwei Treppen auf einmal nimmt, pl&amp;ouml;tzlich stehen bleibt, ihn anlacht und sagt:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; Schilift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch &lt;/b&gt;&lt;i&gt;schnell atmend&lt;/i&gt;:Sind Schilifte tats&amp;auml;chlich so anstregend? Meine Abneigung gegen Schnee befestigt sich. Aber kommen Sie. Wir m&amp;uuml;ssen weiter. Warum diese albernen Schuhb&amp;auml;nder? Habe ich Sie das schon einmal gefragt? Warum sind Sie eigentlich albern? Nun, schauen Sie nicht so! Kommen Sie. Wir werden erwartet! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Rietpitsch schwingt sich aus dem Stand heraus in einer einzigen, flie&amp;szlig;enden Bewegung auf die H&amp;auml;nde und keift die Passanten an, ohne von ihnen wirklich behindert zu werden:&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch&lt;/b&gt;: Gehen Sie aus dem Weg da! Sie R&amp;uuml;pel, passen Sie auf, wo Sie hinlaufen! Ich koohoommee! Achtuuung!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; &lt;i&gt;laut und mit einem weltm&amp;auml;nnischen Tremolo in der Stimme&lt;/i&gt;  Meine Damen, meine Herren, Ladies and Gentlemen, sehen sie und staunen sie!...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;In exakt diesem Moment f&amp;auml;hrt der Malaeika ein moderner Sportkinderwagen mitten in den Magen. Nur einem Mannschaftssportkader an Schutzengeln ist es zu verdanken, dass sie das h&amp;ouml;chst sportliche Kleinkind mittels des Wagens seines Geschwisterchens nicht die Treppe hinunter sto&amp;szlig;en konnte.  Malaeika kr&amp;uuml;mt sich vor Schmerzen, rafft sich rasch auf, h&amp;auml;lt nach Rietpitsch Ausschau.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch:&lt;/b&gt; Kommen Sie, kommen Sie! Folgen Sie mir! Aber nicht ohne Handschuhe! Es liegt Glas auf der Stra&amp;szlig;e und wir haben einen weiten Weg vor uns, kommen Sie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; Wo soll es hin gehen? So warte doch! Ich kann nicht, nicht auf H&amp;auml;nden, schon gar nicht ohne Handschuhe! Die Handschuhe hast doch du!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Rietpitsch war gerade dabei einen verschreckten, bla&amp;szlig;en Jungen zusammenzustauchen, der sich ihm mit offenem Mund auf drei Schritt angen&amp;auml;hert hatte, bleibt dann aber stehen.&lt;/i&gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch&lt;/b&gt;: Was hei&amp;szlig;t, Sie k&amp;ouml;nnen nicht auf H&amp;auml;nden gehen?! Aber... Aber... die Schuhb&amp;auml;nder...!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Malaeika fasst sich ein riesengro&amp;szlig;es Herz, steckt sich das flatternde T-Shirt in  die Hose, schnappt sich die Handschuhe, die aus Rietpischs Hosens&amp;auml;cken wegstehen wie pink-orange Ohren, schl&amp;uuml;pft rein, hebt die H&amp;auml;nde und das rechte Bein, h&amp;auml;lt aus irgendeinem Grund die Luft an und macht einen Handstand. Dass das gelingt!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt; Siehst du, schau, schau, schau! Ich bin ein Wunder! Ich kann alles! Ich habe ZAUBERH&amp;Auml;NDE!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Malaeika bewegt sich eine Hand vor die andere auf Rietpitsch zu. Erst langsam, dann immer schneller. Dann gar nicht mehr, denn der L&amp;auml;nge nach liegt sie auf ihm drauf und h&amp;auml;lt sich den Bauch vor lauter Lachen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Rietpitsch&lt;/b&gt;: Sie, Sie!!! Ich bin doch kein Schlitten! &lt;i&gt;Rappelt sich auf&lt;/i&gt;. Sehen Sie! Die Leute schauen jetzt, es ist ihnen unangenehm! Stehen Sie bitte auf, wie sieht das denn aus! Sie ruinieren ja... sie machen ja... Nun stehen Sie mal auf, wir m&amp;uuml;ssen die Sense kaufen gehen. Sie k&amp;ouml;nnen gar nicht h&amp;auml;ndeln, ich h&amp;auml;tte es mir denken m&amp;uuml;ssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Malaeika:&lt;/b&gt;  Ich dachte, du w&amp;uuml;sstest, es tut mir leid, ich habe mich so bem&amp;uuml;ht! H&amp;auml;tte ich gewusst, h&amp;auml;tte ich ge&amp;uuml;bt, bestimmt! Sensen gibt es vorne bei Familie Havlicek. Wer schneller dort ist bezahlt das Eis!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Malaeika sprintet los. Vielleicht weint sie ein wenig, vielleicht ist es der Gegenwind.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
----------------------</description>
    <dc:creator>malaeika</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 malaeika</dc:rights>
    <dc:date>2004-05-15T09:26:50Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://liebling.twoday.net/stories/204799/">
    <title>&quot;Ich vermiss dich wie die H&amp;ouml;lle&quot;</title> 
    <link>http://liebling.twoday.net/stories/204799/</link>
    <description>Dass Sie ausgesperrt wurden, wundert mich nicht. Wie viele junge Frauen in Ihrem Alter - gesch&amp;auml;tzte 27(?) - haben Sie es sicher nicht leicht Hormone, Hirn und Haut unter einen Hut zu kriegen, das ist wahrscheinlich nachvollziehbar. Warum Sie es aber n&amp;ouml;tig haben mit Zitronenkernen durch die Gegend zu spucken, das verstehe wer will. Weder die Kerne haben die Gegend verdient, noch die Gegend die Kerne. Aber es sind ja Ihre Kerne und Ihr Schmutz, was hat mich das zu k&amp;uuml;mmern?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Montez ist eine Innenarchitektin? Gut zu wissen. Ein Grund mehr, sie niemals wieder in meine Wohnung zu lassen. Und wo wir bei Ihrer chilenischen Freundin sind -  ich fand einen Zettel von ihr heute morgen an meiner T&amp;uuml;r. Sie l&amp;auml;&amp;szlig;t mich wissen, sie w&amp;uuml;rde - ich zitiere -  &lt;i&gt;dieses lautes Musik ich kann h&amp;ouml;ren nicht mehr!&lt;/i&gt; Ich antwortete prompt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Hallo Frau Montez, dann stellen Sie doch die Musik etwas leiser. A. R.&lt;/i&gt; (An die Nachricht habe ich au&amp;szlig;erdem eine Anzeige f&amp;uuml;r Deutsch-Kurse an der Universit&amp;auml;t befestigt. Das muss besser werden, wie lange ist sie schon in Deutschland - drei, vier Monate?)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich wei&amp;szlig; ja nicht. Manche Leute stellen sich an... Aber ich nehme so etwas durchaus ernst. Was ich nicht ernst nehme, sind Ihre Versuche, mich zu &amp;uuml;berzeugen, dass es nicht Sie waren, letztens am Telefon. Ich gebe zu, es war sehr laut hier, aber Ihre penetrante Stimme w&amp;uuml;rde ich unter hundert anderen penetranten Stimmen erkennen. Und wo wir bei Stimme sind - Herr Hansen l&amp;auml;&amp;szlig;t Ihnen Gr&amp;uuml;&amp;szlig;e ausrichten. Er habe sich - ich zitiere - &lt;i&gt;fast am&amp;uuml;siert&lt;/i&gt;, dass Sie bereits beim dritten Liegest&amp;uuml;tz - ich zitiere - &lt;i&gt;kapituliert&lt;/i&gt; hatten. &lt;i&gt;Fast gelacht&lt;/i&gt; habe er, nachdem Sie angeboten hatten die restlichen Siebenundvierzig mit einem Lied gutzumachen.  Er habe - ich zitiere - &lt;i&gt;nicht schlecht gestaunt&lt;/i&gt;, dass Sie Zlatkos &lt;i&gt;Ich vermiss dich wie die H&amp;ouml;lle&lt;/i&gt; auswendig kannten. Und zwar nicht nur das Refrain. Ich gratuliere Ihnen herzlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Sie nach dem Applaus der versammelten Nachbarschaft auch noch jeden einzelnen Zitronenkern auflesen mussten, habe er - ich zitiere - &lt;i&gt;schnafte&lt;/i&gt; gefunden. Die Begegnung mit Ihnen hat Herrn Hansen jedenfalls so sehr erheitert, dass er nun zum ersten Mal seit Dreiunddrei&amp;szlig;ig Jahren Dienst in den Urlaub f&amp;auml;hrt. Nach Helgoland. Das finde ich selbst schnafte, ehrlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum ich Ihnen eigentlich schreibe: das Treffen findet am Donnerstag 12:27 bis 13:53 statt. Sie haben sich an der U-Bahn Station &quot;Neumarkt&quot; anzutreffen. Ziehen Sie sich etwas bequemes an und bringen Sie Handschuhe mit. Seien Sie p&amp;uuml;nktlich. Ich warte nicht l&amp;auml;nger als zwei Minuten drei&amp;szlig;ig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Rietpitsch.</description>
    <dc:creator>rietpitsch</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 rietpitsch</dc:rights>
    <dc:date>2004-04-27T12:56:04Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://liebling.twoday.net/stories/206407/">
    <title>kommen</title> 
    <link>http://liebling.twoday.net/stories/206407/</link>
    <description>&lt;br&gt;&lt;cite&gt;&lt;br /&gt;
Ich werde da sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freundlich und gut gelaunt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M&lt;br /&gt;
&lt;/cite&gt;</description>
    <dc:creator>malaeika</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 malaeika</dc:rights>
    <dc:date>2004-04-29T09:19:23Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://liebling.twoday.net/stories/198984/">
    <title>Zun&amp;auml;chst, lieber A,</title> 
    <link>http://liebling.twoday.net/stories/198984/</link>
    <description>&lt;cite&gt;&lt;br /&gt;
das war gar nicht ich am Telefon, das war Susanne (M&amp;uuml;ngensdorf). Doch dazu sp&amp;auml;ter mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gez&amp;auml;hlte sechs mal habe ich Deinen Brief gelesen und zwar zun&amp;auml;chst aus Interesse und zwar weil mich die Tatsache einer Nachricht von Dir nach alldem was war doch sehr verwundert hatte. So sehr, um genau zu sein, dass ich es mir auf dem Balkon mit Deinem Brief, der Katze der Nachbarin und einem gro&amp;szlig;en Glas Zitronenlimonade zwanghaft bequem machte. Ungef&amp;auml;hr nach dem zweiten Mal Lesen stellte ich fest, man hatte mich ins Freie gesperrt, die Balkont&amp;uuml;re war von innen verriegelt worden. Als alle Zitronenkerne in die Gegend verspuckt waren und sich die Katze zwecks V&amp;ouml;geln &amp;uuml;ber die D&amp;auml;cher auf und davon gemacht hatte, blieb nur mehr Dein Brief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich mache mir Sorgen um dich und zwar exakt seit dem Moment, in dem mir einfiel, dass meine Mutter eine Innenarchitektin mit der Umgestaltung unserer Inneneinrichtung beauftragt hatte, der wohl die offene Balkont&amp;uuml;r missfallen war. Frau Montez gestaltet nun unser Wohnen und Frau Montez ist deine Nachbarin und Argentinierin, nicht Kubanerin, wie du meintest. Und ihre S&amp;ouml;hne sind auch nicht in Kuba sondern quasi im Gegenteil: In der Schweiz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Du scheinst sehr verwirrt zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Montez hatte mir nat&amp;uuml;rlich auch erz&amp;auml;hlt und zwar h&amp;ouml;chst ausf&amp;uuml;hrlich. Sie war h&amp;ouml;chst aufgebracht, denn h&amp;ouml;chst seltsamerweise w&amp;auml;re einige Tage hindurch ein Polizeiauto um ihr Haus gekreist und ein h&amp;ouml;chst eigenartiger Polizist h&amp;auml;tte sich in einem beunruhigenden Ton nach dir erkundigt, erz&amp;auml;hlte sie beim Abmessen der Kaminzimmerbreite. Frau Montez hatte nur aus Sorgen um dich an deiner T&amp;uuml;r wie wild geklingelt und Anlass zum Sorgen best&amp;uuml;nde auch weiterhin, meinte sie vorhin ohne es n&amp;auml;her zu erkl&amp;auml;ren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sorgen machte sich auch Susanne und zwar um ihren Mann und zwar weil der gerade in Sizilien weilt. Dort tagt die Internationale Vereinigung der Obstsaftpresser (IAOFRUS) und stell Dir vor, Herr M&amp;uuml;ngensdorf stellt dort seine gro&amp;szlig;e Erfindung, den vollautomatischen Kiwi-Entkerner vor. Genau deswegen war er eingeladen worden und genau deswegen ist nun die Susanne das erste Mal seit 37 gl&amp;uuml;cklichen Ehejahren allein, das hei&amp;szlig;t ohne Mann so wie ich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was f&amp;uuml;r eine Aufregung: Die Erfindung, der Erfolg, der Kongress: Auf all das reagierte Susanne in ihrer praktischen Art und Weise und besorgte schnell zwei topmoderne Handys (das sind mobile, schnurlose Telefone), mit denen man sich nicht nur anrufen, sondern sogar Bilder von einander schicken kann. All diese Funktionen hatte sich die Susanne erkl&amp;auml;ren lassen und all diese Funktionen hat sie dann geduldig ihrem Mann gezeigt und er hat das auch alles verstanden, bestimmt, glaubt sie. Und w&amp;auml;hrend sie ihm seine quadratische, lederne Reisetasche packte und dabei nicht darauf verga&amp;szlig;, das sch&amp;ouml;nste ihrer zweihundert Fotos von der Hochzeit auf Bora Bora unter das fliederne Anzugshemd zu legen, rang er ihr das Versprechen ab, jeden Abend p&amp;uuml;nktlich um 20.30 seinen Anruf entgegenzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur, Herr M&amp;uuml;ngensdorf rief nie an. Also griff die praktische Susanne kurzerhand zum handlichen Telefon und dann hob nach unz&amp;auml;hligmaligem Klingeln eine M&amp;auml;nnerstimme ab, die nicht einmal als ein Herr M&amp;uuml;ngensdorf sturzbetrunken oder mit Kehlkopfentz&amp;uuml;ndung durchgehen konnte. Sie schob das schnell auf die Entfernung. Doch all der L&amp;auml;rm im Hintergrund, das Klingeln, das H&amp;auml;mmern und dann &amp;uuml;ber all dem noch eine Frauenstimme, die in einer Sprache um sich warf, die in Susannes aufgeregtem Ohr als Italienisch einging. In Wahrheit aber der argentinischen Frau Montez geh&amp;ouml;rte wie die M&amp;auml;nnerstimme zu dir. Das erfuhr die Susanne, deren aufgebrachten Gedanken nat&amp;uuml;rlich von Mamma M&amp;iacute;a &amp;uuml;ber Mafia bis zu einer oder gar mehreren Maria reichten, Stunden sp&amp;auml;ter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst musste ich mich nach dem leisen Verschwinden der Frau Montez mit deinem Brief in der Hand filmreif &amp;uuml;ber die Regenrinne aus dem Gefangenenlager Balkon befreien und auf dem Rasen angekommen stand vor mir in Tannengr&amp;uuml;n in Polizist. Dieser hatte wohl die Kapuze meines neonorangen Pullovers als Tarnanzug, deine eng beschriebenen Seiten als Geheimakten und meine Abstiegskunst als Fluchtversuch interpretiert und verdonnerte mich an Ort und Stelle zu 50 Liegest&amp;uuml;tz, bevor er mich wie in St&amp;uuml;ck Rindvieh in das Polizeiauto verfrachtete.  Als er mich auf der Polizeiwache nach meinem Namen fragte, erkundigte ich mich gleich zur&amp;uuml;ck und er sagte: Hansen, mein Name.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusammenfassend: Du kannst dich an das Herkunftsland deiner Nachbarin nicht mehr erinnern, Du haltest Frau M&amp;uuml;ngensdorf am Telefon f&amp;uuml;r mich, Du l&amp;auml;sst dich von einem wahnsinnigen Polizisten beraten, der auf mein Fragen hin behauptet, er habe deinen Namen noch nie geh&amp;ouml;rt. Und dann nat&amp;uuml;rlich die Behauptung, dieser Fu&amp;szlig;ballspieler w&amp;auml;re Dein Sohn, obwohl sein Nachname anders geschrieben wird und obwohl du doch zu jung f&amp;uuml;r einen Sohn seines Alters bist, ach was, vielleicht will ich das auch einfach nicht wahr haben, ich wei&amp;szlig; auch nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bitte verzeih, doch unter diesen Umst&amp;auml;nden bin ich mir nicht sicher, wie ernst ich Deinen Wunsch mich wieder zu sehen, nehmen kann, ganz abgesehen davon, ob ich das &amp;uuml;berhaupt m&amp;ouml;chte, Dich wieder sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Terminlich w&amp;uuml;rde mir der Donnerstag gut passen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit besten Gr&amp;uuml;&amp;szlig;en&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Malaeika&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
PS: Herr M&amp;uuml;ngensdorf hat sich mittlerweile gemeldet. Er sagte nur, es gehe ihm gut, dann brach die Verbindung ab.&lt;br /&gt;
&lt;/cite&gt;</description>
    <dc:creator>malaeika</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 malaeika</dc:rights>
    <dc:date>2004-04-19T23:21:02Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://liebling.twoday.net/stories/194832/">
    <title>Ich besitze ein Telefon.</title> 
    <link>http://liebling.twoday.net/stories/194832/</link>
    <description>Nur, damit Sie das wissen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frau Montez wollte mich gestern Abend zu sich einladen oder mir von ihren S&amp;ouml;hnen auf Kuba erz&amp;auml;hlen oder vom Einkaufen oder was wei&amp;szlig; ich was. Sie hat so lang geklingelt, bis ich die T&amp;uuml;r ge&amp;ouml;ffnet habe. Als ich die T&amp;uuml;r ge&amp;ouml;ffnet habe, war Frau Montez nicht mehr da, sondern Herr Hansen und ein anderer Polizist in frau. Frau Montez hat so lange geklingelt und kubanisch gegen die T&amp;uuml;r gef&amp;auml;ustet, bis Herr Schn&amp;ouml;rrzersbergermitf&amp;uuml;nfr vom Dritten die Polizei angerufen hat. Ob Herr Schn&amp;ouml;rrzersbergermitf&amp;uuml;nfr das wirklich war, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Nehmen wir einfach an, er war es. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedenfalls habe ich aus dem Fenster gesehen wie ein Streifenwagen beim Einparken gegen die Glasm&amp;uuml;lltonne gefahren ist. So eine Schweinerei ist das, habe ich mir gedacht und &amp;uuml;berlegt, wegen der Glasm&amp;uuml;lltonne die Polizei zu verst&amp;auml;ndigen. Da ich kein Telefon besitze, lie&amp;szlig; ich es sein. Zwei m&amp;auml;nnliche Polizisten sind aus dem Wagen gestiegen. Einer von ihnen war eine Frau.  Sie sind im Hauseingang verschwunden und es ergab sich folgende Situation. Nur damit Sie das wissen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unten hat die Polizei geklingelt. An der T&amp;uuml;r hat die Frau Montez geklingelt. Von oben hat der Herr Schn&amp;ouml;rrzersbergermitf&amp;uuml;nfr mit etwas Hartem gegen seinen Fu&amp;szlig;boden, also gegen meine Decke gew&amp;uuml;tet, anstatt sich bei der Frau Montez zu beschweren. Es war ja nicht ich, der da Sturm geklingelt hat, sondern sie. Ich wei&amp;szlig; ja nicht. Vielleicht macht man das in kommunistischen L&amp;auml;ndern so wie sie.  Ich meinerseits habe blo&amp;szlig; Bach geh&amp;ouml;rt. Aber meinetwegen. Soll er klopfen. Wegen Bach habe ich das Geklopfe ohnehin kaum mitbekommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann hat es pl&amp;ouml;tzlich auch in meinem Arbeitszimmer geklingelt. Das Ganze wurde mir unheimlich. Weil dieses neue Klingeln so fremd war und weil insgesamt so viel klingeln um mich war. AM besten, ich erkl&amp;auml;re Ihnen das noch einmal. Weil Sie eine junge Frau sind und es sein kann, dass Sie mir bisher nicht aufmerksam oder ungenau gefolgt sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der T&amp;uuml;r steht Frau Montez aus Kuba. Ihr kubanischer Daumen ist seit einer Stunde dreiundzwanzig Minuten mit meiner deutschen Klingeln so etwas wie verheiratet. Immer hin und her, vor und zur&amp;uuml;ck, dr&amp;uuml;cken und schlagen, halten und loslassen, zwischendurch auch mal schreien und weggehen, dann wiederkommen und noch mehr schreien. Unten stehen zwei Polizisten. Sie klingeln seit siebzehn Sekunden wegen des kubanischen Klingelns. Dieses wiederum muss wohl meinem h&amp;ouml;rempfindlichen Nachbarn, dem Herrn Schn&amp;ouml;rrzersbergermitf&amp;uuml;nfr, mi&amp;szlig;fallen haben. Er hat deswegen nicht nur die Polizei angerufen, sondern auch seit mindestens zwei Stunden seinen Boden mit - ich nehme an - einem Besenstiel oder Hammer bearbeitet. Was im Grunde seltsam ist, da ja die Frau Montez erst seit knapp &amp;uuml;ber einer Stunde klingelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und jetzt war dieses neue Klingelger&amp;auml;usch da. Aus dem Arbeitszimmer. Was war das blo&amp;szlig;? Da ich es wegen Bach kaum von den anderen beiden Klingeln unterscheiden konnte, bin ich ins Arbeitszimmer gelaufen, habe mich breitbeinig hingestellt und aufmerksam gehorcht. Irgendwann ist mir eine Szene aus einem Abendunterhaltungsfilm eingefallen. Darin produziert ein Ger&amp;auml;t ganz &amp;auml;hnliche Ger&amp;auml;usche, wie ich sie gerade auch h&amp;ouml;rte. Den Namen des Films wei&amp;szlig; ich nicht mehr, wie ich mir nie Namen von Filmen merken kann. Aber das Ger&amp;auml;t hie&amp;szlig; Telefon. Das ist mir wieder eingefallen. Ich habe mich au&amp;szlig;erdem erinnert, vor einigen Jahren ebenfalls so ein Telefon eingebaut zu haben. Das L&amp;auml;uten - weil es war mehr ein L&amp;auml;uten als ein Klingeln - kam aus dem Schuhschrank. Also habe ich dort nachgeschaut und unter einer Menge anderer Dinge ein Telefon gefunden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es l&amp;auml;utete erst einmal nicht. Dann l&amp;auml;utete es wieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor Ihnen der Schuhschrank Gelegenheit gibt einen Brief zu schreiben, &quot;nur&quot; um zu erfahren, warum ich ein Telefon in einem Schuhschrank aufbewahre, ich k&amp;ouml;nnte ihn genauso in einen K&amp;uuml;hlschrank stecken, m&amp;ouml;chte ich Ihnen gerne diese Gelegenheit vereiteln und die Frage im voraus beantworten. Ich mag den Geruch von Schuhcrem&amp;eacute;. Das ist neben Pilsschaumkronengeruch und Gebackenfrischemton mir der angenehmste. So einfach ist das. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber das ist nicht der Grund, warum bei mir ein Telefon im Schuhschrank zu finden ist. Schlie&amp;szlig;lich benutze ich ja das Telefon niemals. Was h&amp;auml;tte ich denn am Schuhcrem&amp;eacute;geruch eines Telefons, das ich niemals rieche. Richtig. Nur, damit Sie das wissen. Ich lagere das Telefon in einem Schuhschrank, weil dieser...dieser... L&amp;ouml;ffel darauf, in den man also spricht, einem Schuh nachgebildet ist. Er sieht wie ein Schuh aus. Ein Schuh aus Plastik mit Telefonf&amp;auml;higkeiten. Und auch diese Frage Ihrerseits m&amp;ouml;chte ich gerne verhindern: Herr M&amp;uuml;ngensdorf hat mir damals das Ger&amp;auml;t geschenkt, damit ich nicht immer zu ihm laufen muss, nur um zu erfahren, ob heute wieder frische Papaya geliefert wurde. Verstehen Sie? Laufen? Schuh? Wie auch immer. Ich habe damals das Ding aus dem originellen Schuhkarton ausgepackt und alles so angeschraubt und reingest&amp;ouml;pselt, wie angewiesen. Der einzige Anruf, den ich jemals get&amp;auml;tigt habe, war, Herrn M&amp;uuml;ngensdorf bescheid zu sagen, dass ich mich &amp;uuml;ber einen Schuhkarton voll Papaya mehr gefreut h&amp;auml;tte, als &amp;uuml;ber einen Schuh im Form eines Telefons! Beziehungsweise umgekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich schweife ab und es wird langsam sp&amp;auml;t und irgendwann muss ich ja noch die T&amp;uuml;r aufmachen und die Einladung von Frau Montez ausschlagen. Das m&amp;uuml;ssen Sie n&amp;auml;mlich auch wissen. Ich lasse mich nicht einladen. Niemals. Nirgendwohin. Ich wei&amp;szlig;, wohin ich gehen will und ich wei&amp;szlig;, wann ich dort sein will. Da brauche ich mir von niemanden eine Einladung daf&amp;uuml;r zu geben. Wo ich nicht hingehen will, da geht mich auch keine Einladung hin. Fertig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass ich gar nicht dazu kommen werde, Frau Montez&apos; Einladung nicht anzunehmen, wu&amp;szlig;te ich zu diesem Augenblick, in dem ich den Schuh abgehoben habe, nicht. Was ich aber wu&amp;szlig;te, als ich in das Loch gesprochen habe, in das bei einem Schuh, der kein Telefon ist, der Fu&amp;szlig; und nicht die Stimme kommt, ist, dass &lt;b&gt;Sie&lt;/b&gt; dran sein werden. Weil die Lottofee wird es nicht sein. Ich spiele n&amp;auml;mlich kein Lotto. Gl&amp;uuml;cklich also, dass ich wegen Bach nur die Stimme erkannt habe und kein Wort davon verstehen konnte, was Sie vielleicht zu sagen versucht haben. Was auch immer es gewesen sein mag, ich bef&amp;uuml;rchte fast, Sie werden trotz der f&amp;uuml;nf-sechs &quot;Neins&quot;, die ich in unregelm&amp;auml;&amp;szlig;iger Abfolge von mir gegeben hatte, bevor ich auflegte, keine Ruhe geben. Daher der Vorschlag, den ich am Ende von diesem Brief machen m&amp;ouml;chte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuvor jedoch erkl&amp;auml;re ich Ihnen, warum Bach auch nach seinem angeblichen Tode immer noch Magie wirken kann. Nachdem ich das Schuhtelefon in den Schuhschrank zur&amp;uuml;ckgestellt hatte, schaltete ich den Plattenspieler ab, um mir in Ruhe Z&amp;auml;hne putzen zu k&amp;ouml;nnen. Es war ja kurz nach Mitternacht. Das ganze Geklingele hatte meinen Tagesrhythmus um vier Minuten achtzehn durcheinander gebracht. Just in diesem Augenblick, nachdem es also mit Bach aus war, h&amp;ouml;rte auch das Klingeln an der T&amp;uuml;r und das Klopfen an der Decke auf! Hopp - dachte ich mir in diesem Augenblick - hopp, na so was.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur die Polizisten gaben keine Ruhe. Also entschloss ich mich, doch einmal nachzufragen, warum Sie so sp&amp;auml;t st&amp;ouml;ren. Ich rief genau das aus dem Fenster und siehe da, wen sehe ich da? Ich sehe Herr Hansen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt m&amp;uuml;ssen Sie wissen,  Herr Hansen kenne ich noch aus unserer gemeinsamen Bereitschaftspolizeihundertschaftszeit oben in Wuppertal. Ich sage Ihnen, Herr Hansen war ein unfreundlicher Mensch, da k&amp;ouml;nnen Sie alle Kassiererinnen dieser Welt, alle B&amp;ouml;rsenmakler, sich selbst und die beiden PDS-Abgeordneten, die immer so d&amp;uuml;ster dreinschauen in einen Betonmischer stopfen und kr&amp;auml;ftig mal betonmischen. Wissen Sie, was da raus kommt? Nur damit Sie das wissen: Da kommt nur Brei raus im Vergleich zum Alpengl&amp;uuml;hen an Unfreundlichkeit, die der Herr Hansen an sich tr&amp;auml;gt, wie ein anderer vielleicht die Raucherlunge oder die Depressionen oder das Verheiratetsein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und weil der Herr Hansen immer so ehrlich zu allem und jedem war, nannten Herr Hansen alle &quot;Herr Hassen&quot;. Nur ich fand Herr Hansen immer angenehm. Er scheute sich niemals davor, Menschen, Tieren und Gegenst&amp;auml;nden Wahres ins Gesicht, Schnauze und Oberfl&amp;auml;chenlackierung zu schreien. Er war mir zumindest angenehmer als die ganzen Hippies damals bei der BPH. Jede Sitzblockade wollten die gewaltfrei aufl&amp;ouml;sen. Konversationsstrategien statt Kn&amp;uuml;ppel. Nein. Herr Hansen ist zum Fremdk&amp;ouml;rper hin, hat Guten Tag gew&amp;uuml;nscht und ihn freundlich gefragt, wo er die Schl&amp;auml;ge haben m&amp;ouml;chte, ob Lippe, Nase, Rippen oder ob ihm gar Tritte genehmer w&amp;auml;ren. Ein witziger Mensch dazu, sehen Sie! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es hei&amp;szlig;t also, &quot;mal bitte aufmachen&quot; und eine Minute sp&amp;auml;ter steht der Herr Hansen vor mir und hat diese junge Polizistin in Schlepptau. Sie schaut ganz betroffen. Als w&amp;auml;re ihr das alles peinlich. Am peinlichsten m&amp;uuml;sste ihr das mit dem Glascontainer gewesen sein. Weil Herr Hansen immer ein eins a Fahrer war. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Sabrina, wart du mal bitte mal im Auto, ich will mich bei dem Herrn hier umschauen, ja?&quot;, sagt er und tut, als kannte er mich nicht.&lt;br /&gt;
&quot;Aber, aber.. m&amp;uuml;ssen wir... aber nicht...&quot;, winselt Sabrina und fuchtelt mit einem Stift herum.&lt;br /&gt;
&quot;Passtscho&quot;, sagt Herr Hansen und tritt an mir vorbei in die Wohnung. Ich zucke mit den Schultern, schlie&amp;szlig;e die T&amp;uuml;r, mache zwei Bier auf und gehe ins Wohnzimmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt ist es nach eins und Herr Hansen schon seit f&amp;uuml;nf Minuten wieder weg. Ich habe mich entschieden, Sie noch einmal zu treffen. Bewu&amp;szlig;t, wie Herr Hansen richtig sagte. Bewu&amp;szlig;t, um Ihnen f&amp;uuml;r alle Mal und so weiter. Herr Hansen habe ich die Geschichte erz&amp;auml;hlt, weil ich mich wegen rechtlicher Schritte erk&amp;uuml;ndigen wollte. Er hat mir geraten, mich zuerst noch einmal mit Ihnen in Persona auseinanderzusetzen und erst dann die Obrigkeit einzuschalten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe an folgenden Tagen Zeit: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Montag 20:27h bis 21:33&lt;br /&gt;
Dienstag 12:27 bis 13:53&lt;br /&gt;
Donnerstag 12:27 bis 13:53&lt;br /&gt;
und zur Not: Freitag 17:17 bis 18:53&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Au&amp;szlig;er diesen Zeit kommt nichts in Frage. Entscheiden Sie sich und geben mir bis n&amp;auml;chste Woche bescheid. Ich favorisiere den Montag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
A. Rietpitsch.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 rietpitsch</dc:rights>
    <dc:date>2004-04-14T17:05:20Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://liebling.twoday.net/stories/183524/">
    <title>Erkl&amp;auml;rungen</title> 
    <link>http://liebling.twoday.net/stories/183524/</link>
    <description>&lt;cite&gt;&lt;br /&gt;
Ich hoffe, es geht Dir besser, lieber A. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles tut mir sehr leid. Die Blumen, der Besuch. In keinem Augenblick &amp;#8211; das kann ich getrost versprechen &amp;#8211; war mir bewusst, wie sehr ich Dich mit meiner Anwesenheit und jener der Blumen bel&amp;auml;stigte. Es wird nicht wieder vorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das werde ich auch weiterleiten an Susanne, die sich bei mir nach Dir erkundigte. Deine ehemals gute Freundin hat mir im Vorbeigehen drei Riesenjutes&amp;auml;cke mit leeren Plastikflaschen aufgebunden, um sie in deine Wohnung zu bringen. &quot;Da kann er noch so &amp;uuml;ber das Dosenpfand schimpfen und dar&amp;uuml;ber, dass er deshalb zwei W&amp;ouml;rter mehr mit der Kassiererin sprechen muss! Das soll er in Zukunft alles selbst zur&amp;uuml;ckbringen, wo kommen wir denn da hin! Adieu, Mitleid! Sage ihm das, wenn es ihm wieder besser geht!&quot; meinte sie etwas zu laut. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schleppte also die S&amp;auml;cke leerer Flaschen und Dosen zu Deiner Adresse, wo ich gleich auf Frau Montez, Deine Nachbarin, traf. Aldeida bot mir netterweise kr&amp;auml;ftigen und heftig gezuckerten Kaffee zur St&amp;auml;rkung an, w&amp;auml;hrend dessen Zubereitung sie laufend die H&amp;auml;nde &amp;uuml;ber den Kopf schlug und &quot;Jes&amp;uacute;s!&quot; rief. Nachdem sie mir s&amp;auml;mtliche 1.200 Fotos aus ihrer Heimat gezeigt hatte und sie aus Heimweh heulen musste, kam sie zu den Bildern des letzten Hausgrillfestes, das Du unter das Motto &amp;#8222;Sterntaler f&amp;uuml;r Jedermann&amp;#8220; gestellt hattest. Pl&amp;ouml;tzlich stand sie immer noch verheult auf, stemmte die linke Hand an die H&amp;uuml;fte, hielt mir ihren rechten Zeigefinger unter meine Nase und zwang mich dazu, mit ihr eine Wette abzuschlie&amp;szlig;en. Sie wollte sich mit mir im Luftballons-Aufpumpen nach vier Gl&amp;auml;sern Rotwein (aus Deinem Keller &amp;uuml;brigens) messen, ich stieg darauf ein und verlor haushoch. H&amp;auml;tte ich den Wetteinsatz vorher gekannt, ich h&amp;auml;tte mich mehr bem&amp;uuml;ht: Nun musste ich versprechen, Dir t&amp;auml;glich Blumen zu bringen und Dich zumindest einmal zu besuchen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wollte ich ganz und gar nicht, doch Aldeida drohte mir an, sie w&amp;uuml;rde sonst das Video vom Luftballon-Aufblasen nach vier Gl&amp;auml;sern Rotwein an das &amp;ouml;rtliche Fernsehen verkaufen, zu dem sie gute Beziehungen habe. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als ich den ersten Blumenstrau&amp;szlig; an Dich gesandt hatte, kam &amp;uuml;ber den netten jungen G&amp;auml;rntner eine Nachricht von Schwester Gesine an mich zur&amp;uuml;ck. Sie bat mich darum, schnellstm&amp;ouml;glich zu dir ins Krankenhaus zu kommen. Du w&amp;uuml;rdest in Deinen durchschnittlich 14 Stunden Schlaf st&amp;auml;ndig nach mir rufen, was den anderen Patienten einfach nicht zuzumuten sei. Du w&amp;uuml;rdest sogar eigene Lieder f&amp;uuml;r mich singen, richtete der sch&amp;ouml;ne G&amp;auml;rtner aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Deshalb kam ich. Schocktherapie sozusagen. Ich hoffe f&amp;uuml;r die anderen, sie wirkte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin alles Gute,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Malaeika &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;/cite&gt;</description>
    <dc:creator>malaeika</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 malaeika</dc:rights>
    <dc:date>2004-04-01T12:55:20Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://liebling.twoday.net/stories/181977/">
    <title>Danke f&amp;uuml;r die Blumen!</title> 
    <link>http://liebling.twoday.net/stories/181977/</link>
    <description>Sie ambivalente Person. Sie St&amp;ouml;renfried. Sie Falschknochen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuerst verschm&amp;auml;hen Sie mich, empfinden anscheinend schier Schadensfreude &amp;uuml;ber mein Ungl&amp;uuml;ck und &amp;uuml;ber eine Zeitungsmeldung, die wie alle Meldungen dieser Zeitung aufgebauscht, &amp;uuml;bertrieben und erlogen ist! Dann schicken Sie mir t&amp;auml;glich diese, diese..., dieses UNKRAUT!, von dem ich immerfort niesen muss, so dass sie mir bald Medikamente verschrieben haben! Und heute?! Heute haben Sie es sogar gewagt, mich zu &quot;besuchen&quot;!!! Was erlauben Sie sich eigentlich?! Das ist frech! Ach was! Das ist der Gipfel an Unverfrorenheit, ist das! Dreist! Das ist kriminell! Ist das! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem mir Schwester Gesine eine Besucherin angek&amp;uuml;ndigt hatte, war ich bereits ganz durcheinander. Sie m&amp;uuml;ssen wissen, dass ich weder Familie und (DANK IHNEN) auch keine Freunde (mehr) habe. Da ich aber im Gange Sie sah, wurde mir noch einmal ganz anders! Mein Magen begann sich gegen das Bild, das die Augen sahen, aufzulehnen, das Herz pumpte prompt pressschlaggleich pochende Pampams in die Schl&amp;auml;fen, wo nur Platz f&amp;uuml;r den einen einzigen Gedanken war: sie will sich an meinem Leid und meinem erb&amp;auml;rmlichen Zustande noch mehr und aus der N&amp;auml;he erg&amp;ouml;tzen, die Schlange! Ich sage nur noch: Gl&amp;uuml;ck haben Sie, dass die Kette, mit der ich an den Bettpfosten angekettet bin, nicht 10 Meter l&amp;auml;nger ist! Sonst br&amp;auml;uchte ich meine Zeit nicht damit zu verschwenden, Ihnen schriftlich ein f&amp;uuml;r alle Mal meinen Furor mitzuteilen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WAS WOLLEN SIE EIGENTLICH VON MIR???&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
WAR DAS MANGO-EIS, DAS SIE AM KINN UND AN DER NASE TRUGEN???&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
IHNEN HING BUNTES TOILETTENPAPIER AUS DEM ROCK HERAUS!!!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
K&amp;Auml;MMEN SIE SICH MAL!!!</description>
    <dc:creator>rietpitsch</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 rietpitsch</dc:rights>
    <dc:date>2004-03-30T22:18:45Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://liebling.twoday.net/stories/174684/">
    <title>Herr A.R.,</title> 
    <link>http://liebling.twoday.net/stories/174684/</link>
    <description>das geschieht Ihnen ganz recht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;367&quot; height=&quot;700&quot; title=&quot;&quot; class=&quot;center&quot; align=&quot;center&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/liebling/images/zeitung.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Malaeika</description>
    <dc:creator>malaeika</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 malaeika</dc:rights>
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  </item> 
  <item rdf:about="http://liebling.twoday.net/stories/172491/">
    <title>H&amp;ouml;ren Sie mal,</title> 
    <link>http://liebling.twoday.net/stories/172491/</link>
    <description>behalten Sie Ihre Schuhb&amp;auml;nder und behalten Sie Ihren Namen und behalten Sie von mir aus auch den Herrn M&amp;uuml;ngensdorf! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil erstens: ich w&amp;uuml;rge grunds&amp;auml;tzlich keine Katzen, da ich ja auf sie allergisch bin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil zweitens: solche exotische Namen, das ist eine Gemeinheit und ich lehne sie ab! Heutzutage wei&amp;szlig; man ja oft nicht mehr, was ist das jetzt? Steckt dahinter jetzt ein Mann oder eine Frau! Dann lernt man den Menschen kennen und freut sich, sein Geschlecht feststellen zu k&amp;ouml;nnen. Aber was ist? Pustekuchen! Die sehen dann mit diesen modischen Frisuren nur modisch aus! Dabei weder m&amp;auml;nnlich, noch weiblich! Das ist eine Unm&amp;ouml;glichkeit, ist das!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und weil drittens: Es gibt genug andere Vitaminbars in dieser Stadt! Auch ist Friedhelm M&amp;uuml;ngensdorf Gottseidank nicht der letzte Mensch, mit dem ich sonntags meine politische Einstellung teilen kann! Richten Sie ihm einen Gru&amp;szlig; aus und ein gleichzeitiges Adieu von meiner Seite! Frau M&amp;uuml;ngensdorf sehe ich morgen Abend beim &lt;i&gt;Lets Hula: T&amp;auml;nze aus Hawaii&lt;/i&gt; vhs-Workshop, von ihr kann ich mich selbst verabschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
M&amp;ouml;chten Sie auch wissen, warum ich die M&amp;uuml;ngendorfs meiden werde? Ich werde Ihnen sagen, warum ich sie meiden werde! Ich werde sie meiden, weil sich dann die Wahrscheinlichkeit verringert, Ihnen - Malaeika - &amp;uuml;ber den Weg laufen oder Ihnen &amp;uuml;ber den Weg auf den H&amp;auml;nden zu gehen! Wer wei&amp;szlig; n&amp;auml;mlich, was Sie als n&amp;auml;chstes mit mir machen w&amp;uuml;rden, Sie, Sie...! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie schreiben, es sei Ihnen eh egal, was passiert ist - nun sehen Sie, mir ist das nicht egal und deswegen m&amp;ouml;chte ich verhindern, dass es noch einmal geschieht! Im gleichen Atemzug schreiben Sie aber auch, was passiert ist, sei einzigartig. Schon diese Ambivalenz irritiert mich und macht mich, macht mich... wuschig! Weil wuschig, das ist das Lieblingswort meiner argentinischen Nachbarin. Sie kommt mit dem Land hier und mit dem Fernsehabendprogramm und mit den Regeng&amp;uuml;ssen und mit dem Treppenhauslicht und mit ihren Haarwicklern und mit mir und nachts oft mit ihrem T&amp;uuml;rschloss &amp;uuml;berhaupt nicht zurecht, und sagt immer, all das mache sie &quot;wuschig&quot;. Sehen Sie, das w&amp;auml;re jemand f&amp;uuml;r Sie, Verzeihung, WIE Sie - ja eine gute Idee - wenden Sie sich bitte mit Ihren n&amp;auml;chsten Briefen doch an Frau Montez, die soll sich um Ihre &amp;Uuml;bergeschnapptheit k&amp;uuml;mmern! Ob es zu k&amp;uuml;ssen kommt, wei&amp;szlig; ich nicht, zuzutrauen w&amp;auml;re Ihnen das!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dass nicht einmal Katzen in Ihrer N&amp;auml;he sicher sein k&amp;ouml;nnen, h&amp;auml;tten Sie sich selbst denken k&amp;ouml;nnen! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Orangenfruchtfleisch in Ihrem Haar! Hah! Das allerdings freut mich ungemein! Gut, dass ich nicht einmal mehr wei&amp;szlig;, wie Ihr Haar aussieht, denn nun stelle ich Sie mir glatzk&amp;ouml;pfig vor, mit einer Orangenh&amp;auml;lfte auf dem Kopf! Und k&amp;ouml;nnte dabei fast lachen. So gutgelaunt gehe ich jetzt in den Park, Tauben aufscheuchen. Bl&amp;ouml;de Ratten.</description>
    <dc:creator>rietpitsch</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 rietpitsch</dc:rights>
    <dc:date>2004-03-23T15:52:58Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://liebling.twoday.net/stories/168964/">
    <title>Merkw&amp;uuml;rdige Malaeika,</title> 
    <link>http://liebling.twoday.net/stories/168964/</link>
    <description>&lt;br&gt;
die Schuhb&amp;auml;nder kann man bei &lt;i&gt;Deichmann&lt;/i&gt; kaufen; kosten 2.39 Euro. Gibts in blau und braun und gelb und schwarz. Auch in blau kosten sie 2.39 Euro. Ich mag blau aber nicht. Ich kann blau nicht ausstehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat Ihnen Herr M&amp;uuml;ngensdorf meine Adresse gegeben? Ich kaufe seit f&amp;uuml;nfzehn Jahren Tabak und die &lt;i&gt;Bild&lt;/i&gt; bei Frau M&amp;uuml;ngensdorf und trinke dann einen Mangosaft bei Herr M&amp;uuml;ngensdorf. Herr M&amp;uuml;ngensdorf hat die selbe politische Einstellung wie ich. Wir schauen auch beide gerne Tatort. Au&amp;szlig;er die Bodensee-Tatorte. Die Bodensee-Tatorte k&amp;ouml;nnen Sie vergessen. Die Bodensee-Tatorte sind wie blaue Schuhb&amp;auml;nder. Ein rotes Tuch f&amp;uuml;r mich. Da k&amp;ouml;nnte ich laut werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hat Ihnen Herr M&amp;uuml;ngensdorf auch gesagt, Sie d&amp;uuml;rften mich duzen? Das hat Ihnen Herr M&amp;uuml;ngensdorf bestimmt nicht gesagt, denn er hat die selbe politische Einstellung wie ich. Aber Sie k&amp;ouml;nnen mich ruhig duzen. Beim Duzen muss ich sonst immer an blau denken. Nur bei Ihnen muss ich nicht an blau denken. Das liegt vielleicht daran, dass wir uns gek&amp;uuml;sst haben. Dass Sie mich gek&amp;uuml;sst haben. Da wollte ich ohnehin nachfragen, warum haben Sie mich gek&amp;uuml;sst? Soll k&amp;uuml;ssen, wer wen k&amp;uuml;ssen will? Ich denke nicht. Das f&amp;uuml;hrt zur kollektiven Ann&amp;auml;herung aller an alle. Zu Werteverfall und was w&amp;auml;re dann ein Kuss schlie&amp;szlig;lich noch wert? Richtig. 2.39 Euro. Nur weil jemand auf den H&amp;auml;nden spaziert, l&amp;auml;dt er noch lange nicht dazu ein, sein Gesicht als Verwirklichungsfl&amp;auml;che f&amp;uuml;r willk&amp;uuml;rliche Kusslaunen missbrauchen zu lassen! Da k&amp;ouml;nnte ich beinahe laut werden! Aber jetzt ist es ja schon passiert. Da hilft schimpfen nichts. Das sagt &amp;uuml;brigens auch Herr M&amp;uuml;ngensdorf immer. Er sagt, &lt;i&gt;lassese se machen, jetzt isses passiert, da hilft das Gezeter auch nimma.&lt;/i&gt; Recht hat er. Wir sollten unser Bestm&amp;ouml;gliches tun, um diesen Vorfall zu vergessen. Ich gehe weiterhin meine Wege und Sie gehen dahin, wo Sie herkommen. Mitsamt Katze von mir aus. Und die Brille war Ihnen eh zu gro&amp;szlig;.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr M&amp;uuml;ngensdorf hat Ihnen also meinen Namen verraten. Das sieht ihm gar nicht &amp;auml;hnlich. Haben Sie ihn etwa auch mit K&amp;uuml;ssen und diesem Blick da, diesem, diesem...- Ding! gezwungen, solche pers&amp;ouml;nliche Informationen zu verraten? Ich k&amp;ouml;nnte wetten, das haben Sie! Ich wette aber nie. Ein Gl&amp;uuml;ck f&amp;uuml;r Sie! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Gl&amp;uuml;ck auch, dass ich von einer Klage wegen K&amp;ouml;rperverletzung absehe! Normalerweise kommt mir keiner ungeschoren davon. Wenn ich irgendwo Ungerechtigkeit erlebe oder mir Ungerechtes widerf&amp;auml;hrt, z&amp;ouml;gere ich keine Sekunde. Das verbietet mir schon meine politische Einstellung! Recht ist Recht! Wenn man wie ich seit soundsoviel Jahren allein lebt, dann lernt man das Recht erst recht zu sch&amp;auml;tzen! Recht ist mein bester Freund und deswegen schaue ich auch so gerne Tatort! Da wei&amp;szlig; man ganz genau - es wird am Ende Recht siegen, komme es bis dahin, wie es wolle. Meistens schlafe ich aus diesem Grund die erste Stunde und sehe mir  nur das Ende an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber ich erz&amp;auml;hle hier schon viel zu lange. Was ich Ihnen raten wollte, war eigentlich nur: vergessen Sie, dass Sie mich jemals gesehen haben, vergessen Sie meinen Namen und vergessen Sie meine Adresse. Vergessen Sie auch die Schuhb&amp;auml;nder! Ich habe das B&amp;uuml;chlein, das Sie mir geschickt haben nicht aufgemacht. Einmal nur ist es zu Boden gefallen und da habe ich zuf&amp;auml;llig die Fotos gesehen und auch Ihre Adresse. Sonst h&amp;auml;tte ich Ihnen nicht zur&amp;uuml;ckgeschrieben. Sie bekommen alles wieder zur&amp;uuml;ck. Das B&amp;uuml;chlein, die vier Fotos und das Katzenhaar. Das Katzenhaar war &amp;uuml;berhaupt die Kr&amp;ouml;nung. Ich kann Tiere nicht ausstehen, es sei denn ich bekomme Sie in Schnitzelformat serviert. Und auf Katzen bin ich ohnehin allergisch. Jetzt noch niese ich, dabei habe ich Ihren Brief bereits gestern ge&amp;ouml;ffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Sie blaues Briefpapier gew&amp;auml;hlt haben, war nat&amp;uuml;rlich eine Frechheit. Leben Sie wohl!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Freut mich nicht,&lt;br /&gt;
A. Rietpitsch&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ps. Und was ist das &amp;uuml;berhaupt f&amp;uuml;r ein Name? Malaeika?</description>
    <dc:creator>rietpitsch</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 rietpitsch</dc:rights>
    <dc:date>2004-03-19T00:27:28Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://liebling.twoday.net/stories/172270/">
    <title>Lieber A. Rietpitsch,</title> 
    <link>http://liebling.twoday.net/stories/172270/</link>
    <description>&lt;cite&gt;&lt;br /&gt;
anbei gelbe Schuhb&amp;auml;nder, vielleicht k&amp;ouml;nnen Sie die ja irgendwann brauchen oder eine Katze damit erw&amp;uuml;rgen oder irgendwas anderes, da f&amp;auml;llt Ihnen bestimmt was ein. Ich habe &amp;uuml;brigens festgestellt, dass ich gar nicht vergessen muss, was geschehen ist &amp;#8211; der Kuss &amp;#8211; weil alles so egal ist, dass sogar das egal ist! Und was egal ist, braucht man streng genommen nicht vergessen m&amp;uuml;ssen, das geht dann von selbst und in der Zwischenzeit k&amp;ouml;nnen wir uns wenigstens gr&amp;uuml;&amp;szlig;en, sollten wir uns &amp;uuml;ber den Weg laufen. Das w&amp;auml;re Ihnen vielleicht unangenehm, m&amp;ouml;glich aber ist es dennoch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Herr M&amp;uuml;ngensdorf hinter der Vitaminbar ist f&amp;uuml;r mich nun Freddy, seitdem ich am Sonntagnachmittag nach abwechselndem Verkosten von Billigprosecco und MonCherie im Vorbeigehen bei ihm das Bed&amp;uuml;rfnis geweckt haben muss, mir Orangen-Maracuja-Grapefruit-Saft in einem 1,5-Liter-Becher zu verabreichen. Freddy meinte, diese Pappk&amp;uuml;bel w&amp;auml;ren noch &amp;Uuml;berbleibsel des Karnevals. Was auch immer. Bevor Freddy es Ihnen auf die Nase bindet und weil sowieso alles egal ist, gestehe ich lieber gleich: Ja, ich habe mir den Becher dann wie einen Sommerhut auf den Kopf gesetzt und ja, es hingen noch etwas Fruchtfleisch und Maracuja-Kernchen drin und ja, Freddy hat mich ausgelacht und seiner Frau irgendetwas zugerufen, bevor diese mich zu sich ins Hinterzimmer gebeten hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Sie lesen hat Herr M&amp;uuml;ngensdorf mir nicht nur Ihren Namen sondern auch seinen h&amp;ouml;chstpers&amp;ouml;nlichen Vornamen mitgeteilt und zwar g&amp;auml;nzlich OHNE dass ich Ihn gek&amp;uuml;sst h&amp;auml;tte einfach so, wie ich Dich gek&amp;uuml;sst hatte in diesem eigenartigen Augenblick. Das wollte ich Dir n&amp;auml;mlich doch mitteilen, dass ich dem nachgegangen bin, diesem Kuss, da ich so etwas tats&amp;auml;chlich nie mache, jemanden einfach so k&amp;uuml;ssen. Und da hatte ich das Problem erkannt: Das besondere am Geschehenen liegt in seiner Einmaligkeit, wo das erste und das letzte Mal an einem Punkt zusammenkommen. Und nicht an Dir und nicht and mir! Dieser Gedanke kam mir in der U-Bahn mit der einbandagierten Katze auf dem Scho&amp;szlig;, die ich aus der Tierklinik abholen und zur Nachbarin bringen musste. Dem armen Katzentier war n&amp;auml;mlich mein Orakelschrein auf die Vorderpfoten gefallen und wenn das mal kein Zeichen war! &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der U-Bahn also k&amp;uuml;sste ich den dunkelh&amp;auml;utigen Jungen, der mir und der Katze gegen&amp;uuml;ber sa&amp;szlig; und stieg dann schnell aus. Er lief mir nach, holte mich ein und schleppte mich und ich die Katze zu dieser eigenartigen Verkostung im B&amp;uuml;ro des Vereins zum Bewussten Genuss von herk&amp;ouml;mmlichen Konsumg&amp;uuml;tern. Zur U-Bahn-Passage begleitete er mich nicht mehr, doch das machte mir ja nichts, die Susanne aber (Frau M&amp;uuml;ngendorf f&amp;uuml;r Sie) verstand das alles gar nicht und zog mir kopfsch&amp;uuml;ttelnd die Orangenf&amp;auml;den aus dem Haar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da fielen mir die Schuhb&amp;auml;nder ein, Deine gelben Schuhb&amp;auml;nder, ich hatte mir die gleichen gekauft bevor ich in die Tierklinik gefahren war und bevor ich dank Geistesblitz dem Jungen in der U-Bahn den zweiten einmaligen Kuss gegeben hatte. Ich schicke sie Ihnen, als Ehrenmitglied des Vereins zum Bewussten Genuss von herk&amp;ouml;mmlichen Konsumg&amp;uuml;tern kann ich sie dir in Zukunft g&amp;uuml;nstiger besorgen, wenn Sie das m&amp;ouml;chten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wenn ich schon dabei bin, Ihnen lauter Dinge mitzuteilen, die Sie &amp;uuml;berhaupt nicht interessieren, sei Ihnen unter gar keinen Umst&amp;auml;nden vorenthalten: An den gebrochenen Vorderpfoten der Katze tragen Sie Mitschuld! Als ich schlie&amp;szlig;lich versuchte, so wie Du auf Handstand zu gehen und dabei auf den Schrein fiel, lag die arme Katze so ung&amp;uuml;nstig... Sie wird bestimmt wieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Malaeika findest Du vielleicht sonderbar, doch wenn Du den Namen mal zuf&amp;auml;llig aussprichst, wird man sogar Dir ein L&amp;auml;cheln ansehen, geht gar nicht anders, der Mundbewegungen wegen. Au&amp;szlig;er nat&amp;uuml;rlich Du stehst wieder auf H&amp;auml;nden. Du wirst doch auch mal was anderes tun?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gr&amp;uuml;&amp;szlig;t&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Malaeika :-) &lt;br /&gt;
&lt;/cite&gt;</description>
    <dc:creator>malaeika</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 malaeika</dc:rights>
    <dc:date>2004-03-23T13:17:57Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://liebling.twoday.net/stories/168680/">
    <title>Lieber Der-mit-den-gelben-Schuhb&amp;auml;ndern,</title> 
    <link>http://liebling.twoday.net/stories/168680/</link>
    <description>&lt;cite&gt;&lt;b&gt;ich&lt;/b&gt; wei&amp;szlig; jetzt auch deinen Namen, nat&amp;uuml;rlich, aber die ganzen letzten Stunden habe ich dich, wann immer ich an dich gedacht oder von dir gesprochen habe oder durch meinen trichterf&amp;ouml;rmig erweiterten Orakelschlauch zu dir gesprochen habe, nur diesen Namen f&amp;uuml;r dich gehabt: Der-mit-den-gelben-Schuhb&amp;auml;ndern. Die Schuhb&amp;auml;nder waren es n&amp;auml;mlich, die mir auffielen, als du dort am Samstag nachmittag in der U-Bahn-Passage auf H&amp;auml;nden gingst und dabei &quot;I should be so lucky; lucky lucky lucky&quot; gegurgelt hast (wie schmeckt eigentlich dieses blaue Fanta, es sieht ein bisschen eklig aus, ist aber bestimmt spannend, oder?). Ja, jedenfalls waren es deine Schuhb&amp;auml;nder mit denen ich echt nicht gerechnet habe. Wahrscheinlich fiel dir gar nicht auf, dass ich mit der kleinen Schwester meiner Nachbarin und deren Katze unterwegs war, die immer noch auf der Suche war nach einem Schloss f&amp;uuml;r so ein geheimes kleines Schl&amp;ouml;sschen war (also die Nachbarsschwester), in dem sie irgendwelche Erinnerungssachen aufbewahren will.  Sie ist echt furchtbar romantisch, aber meine Eltern finden das gut, weil sie ihr das Puppenhaus, das ich vor 15 Jahren zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte, teuer verkaufen konnten. Dabei hatten sie so viel verdient (sie hatten es ja in einem Konkurs-Abverkauf damals um fast nichts erstanden), dass sie mir eine neue Sonnenbrille kaufen konnten, die du in die falsche Tonne geschmissen hast, als wir uns dort, mitten in der Fu&amp;szlig;g&amp;auml;ngerpassage k&amp;uuml;ssten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ich&lt;/b&gt; wei&amp;szlig;, ich erz&amp;auml;hl dir jetzt alles Dinge, die du sowieso schon wei&amp;szlig;t, aber die Sonnenbrille hatte wirklich Bedeutung f&amp;uuml;r mich, was du aber nicht wissen konntest; ich bin dir auch nicht b&amp;ouml;se deshalb. Ja, jedenfalls waren es deine gelben Schuhb&amp;auml;nder, die mir so sehr auffielen. Und das muss ich dir jetzt einfach erz&amp;auml;hlen, denn du wei&amp;szlig;t ja sonst gar nichts von mir, die langsam auf dich zugegangen war mit Blick voll auf die Schuhb&amp;auml;nder, weil du ja immer noch im Handstand standest. Als dann das bl&amp;ouml;de Katzentier unter deinem Kopf durchlief und du dich am Fanta verschlucktest, dachte ich zuallererst, ich bringe das Tier um, versaut mir dir ganze Aktion! Am liebsten h&amp;auml;tte ich deine Schub&amp;auml;nder genommen und... Und da lagst du dann und zum ersten Mal sah ich in deine Augen und du in meine, wobei, das stimmt gar nicht wirklich, denn ich trug ja immer noch die Sonnenbrille. Weil ich nicht wusste, was ich zu dir sagen sollte, half ich dir erstmal auf und musste dich einfach k&amp;uuml;ssen (ich mach das sonst NIE!) bis die Nachbarschwester losheulte, weil sie das Katzentier nirgends finden konnte und du liefst weg. Was f&amp;uuml;r ein Chaos! Ich fragte ein paar Leute nach deinem Namen und der Verk&amp;auml;ufer in der Vitaminbar konnte mir helfen, so kam ich zu deinem Namen und deiner Adresse, ganz einfach!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Ich&lt;/b&gt; wei&amp;szlig; nicht, ob du mich jetzt f&amp;uuml;r kindisch h&amp;auml;lst, ob du dich &amp;uuml;berhaupt noch an mich erinnern kannst, denn immerhin warst du ja umgekippt und dann weggelaufen. Ich wei&amp;szlig; nur, dass du mir nicht mehr aus dem Kopf gehst und mich sehr durcheinander gebracht hast. Vielleicht hast du auch schon l&amp;auml;ngst zu lesen aufgeh&amp;ouml;rt. Ja, jedenfalls waren es deine Schuhb&amp;auml;nder und ich wollte dich also fragen, wo man so gelbe Schuhb&amp;auml;nder kaufen kann. Vielleicht kannst du dich ja mal melden. Adresse und Telefonnummer findest du in dem kleinen B&amp;uuml;chlein, das beiliegt, sowie ein paar Fotos von mir (damit du dich wieder erinnerst) und ein Haar von dem Katzentier einfach so. Du kannst es auch als Gl&amp;uuml;cksbringer verwenden, ich hab es in meinem Orakelschrank geweiht und dann in einen sch&amp;ouml;nen, flachen Kettenanh&amp;auml;nger gesteckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;W&amp;uuml;rde&lt;/b&gt; mich freuen,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;bye&lt;/b&gt; bye bye&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
malaeika&lt;/cite&gt;</description>
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